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Sochi 2014: Newsletter September 2009


Die Anzahl der privaten Investoren in der Olympia-Stadt Sochi wächst. Dies gibt dem russischen Staat die Möglichkeit, die Budgetmittel für die Olympischen Winterspiele einzusparen. Zu den olympischen Auftragnehmern gehört nun auch das Schweizer Ingenieurbüro SensAlpin. Ausserdem entwickeln sich die internationalen Kontakte der Olympia-Organisatoren, unter anderem mit Finnland und Israel. Trotz vereinzelter Kritik ist das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit der Vorbereitung zur Winterolympiade insgesamt zufrieden.

Marc Buser, Alexander Schrepfer

Vorankündigung.

Fact Finding Trip 2009 nach Sochi zum “VIII International Investment Forum Sochi 2009”
Donnerstag, 17.09. 09 – Sonntag, 20.09.09 http://www.forumkuban.com

Spezialpreis, inkl. Forumseintritt: CHF 4'200.- (*exkl. MwSt.)

Das Sochi Investmentforum gehört zu den sehr wichtigen Anlässen in Russland. Sämtliche Regionen präsentieren hier Ihre Investitionsprojekte; insbesondere auch die Region Krasnodar, in der Sochi liegt.

Osec und der SBH Russland organisieren eine Fact Finding Reise nach Sochi im Rahmen dieses Anlasses. Wir haben die Möglichkeit auf dem direkten Charter (ex Berlin) - organisiert durch die Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation in Deutschland - für eine Schweizer Delegation Flugplätze und Hotelzimmer zu reservieren.

Achtung: die Plätze werden beschränkt sein. Falls Interesse von Ihrer Seite besteht, dann bitten wir Sie bereits jetzt um eine erste Interessensbekundung an mbuser@osec.ch.

Detailprogramm Sochi hier.

Aktuelles.

Auftrag für Schweizer Firma im olympischen Sochi.

Das Schweizer Ingenieurbüro SensAlpin GmbH - spezialisiert auf die Planung und den Bau von autonomen Messanlagen für das Risikomanagement von alpinen Naturgefahren – hat einen Auftrag im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Sochi 2014 erhalten. Zusammen mit ihren Partnern AlpuG und Waljag lieferte und installierte sie sechs automatische Messstationen für die Lawinenwarnung im neuen Ski-Resort Rosa Khutor bei Sochi.

Das Ski-Resort Rosa Khutor wird in Krasnaya Polyana bei Sochi als Austragungsstätte der alpinen Ski- und Snowboard-Wettkämpfe im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2014 erstellt. Neben dem Bau der Pisten, Transportanlagen und touristischen Infrastrukturen stellt der Schutz vor Lawinen aufgrund des teilweise anspruchsvollen Geländes und schneereichen Klimas einen wichtigen Aspekt dieses Projektes dar. Die automatischen Messstationen liefern rund um die Uhr aktuelle Messwerte über Wetter und Schneedeckenaufbau, welche den Sicherheitsverantwortlichen eine Einschätzung der Lawinengefahr in den potentiellen Anrisszonen von Lawinen erlauben.

Somit leistet Schweizer Know-how einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Teilnehmern und Besuchern der Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi. 

Bild 1: Stationslieferant Martin Zimmerli, SensAlpin GmbH, bei der Vorbereitung und letzten Tests einer der automatischen Schneemessstationen, bevor diese per Helikopter im Gelände installiert wird. 

Bild 2: Letzte Handgriffe von Stationslieferant Martin Zimmerli, SensAlpin GmbH, an der per Helikopter auf dem Aigba-Grat montierten Windmessstation. 


 


Kühne + Nagel eröffnet ein Büro in Sochi. 

(August 24, 2009) - Der Weltweite Logistik Dienstleister Kühne + Nagel hat ein neues Büro in Sochi eröffnet. Dieser Standort wird logistische Dienstleistungen für die offiziell nominierten Partner der Olympischen Spiele 2014 anbieten.

Als zukünftiger Gastgeber der Winterspiele hat die Stadt Sochi begonnen Sportstätten zu errichten und infrastrukturelle Modernisierungen vorzunehmen wie den Ausbau von Hotels, Wohnanlagen und Büros. Insgesamt wurden 63 öffentlich geförderte Projekte für 2012 geplant, für die mehr als 100 Millionen Tonnen Material zum Aufbau der Infrastruktur benötigt werden.

Das Kühne + Nagel Büro wurde im Distrikt Alder eröffnet, nah zum Sochi International Flughafen und dem neuen Seehafen der derzeit noch gebaut wird. Somit eine ideale Ausgangslage um die logistischen Prozesse für die offiziellen Partner der Spiele, insbesondere Bauunternehmen zu organisieren.

Irina Erokhina als Olympia-Beauftragte koordiniert dort alle Logistik- und Transport-Anfragen zu den Olympischen Winterspielen. Täglich stellt sie sich den strategischen und operativen Herausforderungen in und um Sochi. Sie steuert ferner die weltweiten Transporte und insbesondere die Baustellenlogistik. „Irina ist gebürtige Russin und als Logistik-Profi kennt sie sich aus. Potenziale und Risiken erkennen wir sofort – das Büro in Sochi hat sich im Sinne unserer Kunden absolut bewährt", so ist sich Perry Neumann sicher.

"Wir sind seit 2008 in Kontakt mit dem Olympischen Komitee und wussten sehr früh welche Unternehmen als offizielle Lieferanten ausgewählt wurden, so Perry Neumann, Geschäftsführer von Russland. "Wir haben Irina Erokhina zu unserer Olympiabeauftragten benannt, denn Sie kennt die sehr detaillierten Herausforderungen in Sochi. Als Logistik Expertin ist Sie in der Lage die Koordination der weltweiten Transporte für die Olympischen Spiele zu koordinieren als auch das Management für die zeit-kritische Baustellen Logistik zu übernehmen.

Ein weiteres Team wurde für Sotchi 2014 am Kühne + Nagel Hub in Wien etabliert. Es koordiniert und steuert Straßen-Transporte direkt von Europa nach Russland. Als Tor zum Osten ist das Hub ein zentraler Dreh und Angelpunkt und spielt damit eine wichtige Rolle bei den Olympischen Spielen in Sochi.

Auch für die Zeit nach den Olympischen Spielen wird Kuehne + Nagel am Büro in Sochi festhalten. Die Stadt Sochi liegt in der Region von Krasnodarsky Krai an der Schwarzmeerküste und ist eine Gegend die als der dritt-größte Konsumenten Markt angesehen wird und daher noch sehr viel mehr Potenzial für die Zukunft aufweist.

www.kuehne-nagel.com


 

Die Anzahl der Investoren in Sochi wächst.


Am 18. Juni 2009 schlossen die Staatskorporation „GK Olympstroi“ und die Investitions- und Baufirma „Slavoblast“ eine Vereinbarung über die Finanzierung der Arbeiten zum Projektieren und Bau einer Curling-Eishalle für 3 000 ZuschauerInnen. Somit wächst die Anzahl der Investoren, die am olympischen Projekt beteiligt sind.

Der Bau der Curling-Eishalle ist durch den Generalauftragnehmer „Slavoblast“ gestartet: Im Tiefland Imeretinskaja wurde das Fundament bereits gelegt. Die Curling-Eishalle soll ein zerlegbares Objekt für 3000 ZuschauerInnen darstellen. 2011 solle ihre Inbetriebnahme erfolgen; im Oktober 2012 und im Februar 2013 finden hier nationale sowie internationale Testwettbewerbe statt. Laut dem Generaldirektor der Firma „Slavoblast“ setzt dieses Projekt ein Zeichen, welches die Firma auf ein neues Niveau bringt.

Zur Realisierung dieses Projektes will die „Slavoblast“ ausländische Berater und Auftragnehmer hinzuziehen. Bereits heute werden Verhandlungen mit westlichen Entwicklungsingenieuren geführt, die über umfangreiche Erfahrungen im Projektieren und Bau von olympischen Objekten verfügen.

Der Präsident der „GK Olympstroi“ Taimuraz Bollojev betonte, dass die „Staatskorporation GK Olympstroi eine aktive Arbeit zum Hinzuziehen von potentiellen Investoren weiterführt. Es ist vor allem mit dem Bestreben verbunden, die Vorbereitungskosten für die Olympischen Winterspiele zu senken sowie die Budgetmittel zu sparen, was zu Prioritätsaufgaben der Staatskorporation gehört“.




STRABAG in Sochi.

Der börsennotierte österreichische Baukonzern STRABAG hat am 18. August 2009 gegenüber der Nachrichtenagentur APA einen Medienbericht dementiert, in dem von einem Rückzug aus der russischen Olympiastadt Sochi die Rede war. Früher hiess es in den Medien, dass der Baukonzern STRABAG auf die Teilnahme an künftigen Tenders zum Bau von olympischen Objekten in Sochi verzichtet. Das österreichische "Wirtschaftsblatt" berichtete zuvor, dass die STRABAG Sochi zumindest vorerst auf Eis gelegt habe. Als Grund des Rückzugs wurde die Wirtschaftskrise genannt: Die angekündigten Milliardenvorhaben in der Olympiastadt würden nur noch in abgespeckter Form und statt von Privaten von staatlichen russischen Behörden übernommen und ausgeschrieben, was Konsequenzen für den österreichischen Konzern habe.
Bei seinem Börsengang in Wien 2007 versprach der Strabag seinen Investoren grosse Arbeitskapazitäten in Russland: allein im olympischen Sochi rechneten die Österreicher mit Hauptwerkverträgen für über 1 Mrd. Euro. Momentan verfügen die Österreicher über einzelne Aufträge in Moskau und St. Petersburg sowie über einen einzigen olympischen Kontrakt für 62 Mio. Euro – Fertigstellung des Flughafens „Basela“ in Adler. 

Laut Pressesprecher Christian Ebner will sich die STRABAG jedoch weiterhin um Aufträge der russischen Olympiastadt 2014 bewerben. "Wir haben uns bei mehreren anderen Projekten auch beworben und haben nichts gewonnen, das heisst aber nicht, dass wir uns nicht weiter in Sochi bewerben werden", so Ebner. Bei den übrigen Projekten seien russische Baufirmen zum Zug gekommen. Da es nicht um private, sondern um staatliche Investments gehe, hätten wohl russische Firmen bessere Chancen. „Wenn die Krise bald vorbei sein wird und die Investoren nach Sochi zurückkehren, wird Strabag wieder im Spiel sein“, sagte Ebner. Derzeit ist für die Österreicher Polen zum strategischen Markt geworden: Ende Juni schloss Strabag einen Vertrag über die Teilnahme am Bau der zweiten Hälfte der Autostrasse A2 im Westen Polens. Der Vertrag für rund 2,1 Mrd. Euro wurde zum grössten Kontrakt in der Geschichte des Strabag; deshalb werden die fehlenden Aufträge in Sochi für die Österreicher nicht besonders schmerzhaft sein. 



Treffen von Staatspräsidentin Halonen und Präsident Medwedew in Sotschi. 

Am 11. August 2009 waren die Ostsee, Finnlands und Russlands wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie aktuelle internationale Fragen die wichtigsten Gesprächsthemen beim Treffen von Finnlands Staatspräsidentin Tarja Halonen und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in Sochi. Finnlands Präsidentin besuchte Sochi auf die Einlandung Dmitri Medwedews.

Bei ihrem Aufenthalt in Sochi besuchte Tarja Halonen ausserdem das Geschäftshaus der „GK Olympstroi“. Finnlands Staatspräsidentin konnte sich mit den Vorbereitungen zu den Olympischen Winterspielen 2014 bekannt machen. Der Präsident der „GK Olympstroi“, Taimuras Bollojew, präsentierte Halonen die wichtigsten Projekte, welche für die Olympiade realisiert werden müssen. 

„Das ist ein internationales Projekt, und wir sind dafür, möglichst viele ausländische Firmen hinzuzuziehen“, sagte Taimuras Bollojew. Der Präsident der „GK Olympstroi“ betonte dabei besonders, dass die Sportobjekte nur 20 Prozent des gesamten Baus in Sochi ausmachen; der übrige Teil der riesigen Baustelle soll die Stadt Sochi als einen Bergkurort weiterentwickeln. Die finnische Präsidentin stimmte zu, dass ein solches Massstabprojekt eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Sochi auch nach den Olympischen Spielen sichern wird.

Nach den Worten von Halonen hätten finnische Unternehmen Kompetenz insbesondere in den Bereichen der sauberen Technologie und der erneuerbaren Energien zu bieten. „Eine positive Nachricht für die Unternehmer ist, dass man in Sochi auf sie wartet“, ermutigte Staatspräsidentin Halonen. „Wir hoffen, dass die finnischen Unternehmen nach Ihrem Besuch auf diesem Gebiet aktiver werden und dass unser Treffen zu einem Impuls wird, welcher unsere Zusammenarbeit mit den finnischen Firmen auf ein neue Niveau bringen kann“, erklärte seinerseits Taimuras Bollojew.

Beim Meinungsaustausch im Laufe dieses Treffens wurde betont, dass das olympische Thema für diesen Besuch nicht zufällig ist. Die finnischen Firmen zeigen ein reges Interesse an den russischen Bauprojekten für die Olympischen Winterspiele.



Besuch der israelischen Delegation.

Am 3. August 2009 traf sich Taimuras Bollojew in Sochi im Rahmen des Werbeprogramms der „GK Olympstroi“ zum Hinzuziehen der ausländischen Business-Strukturen für die Teilnahme am olympischen Projekt mit der israelischen Botschafterin in Russland Anna Azari.

Die israelische Botschafterin informierte Bollojew über die Erfahrungen mit der Teilnahme israelischer Firmen an der Realisierung von diversen Projekten für den Bau der Infrastruktur, für die Entwicklung der Telekommunikation und Informationstechnologien sowie für Sicherheit im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung der olympischen Spielen in den USA, Griechenland, China und anderen Ländern.

Taimuras Bollojew berichtete seinerseits über den aktuellen Status des Programms des olympischen Baus sowie über jene Möglichkeiten, die der russische Staat den ausländischen Firmen anbietet, welche am olympischen Projekt beteiligt sind. Insbesondere ging es um den Bau von Autostrassen im Berg-Cluster Sochi. „Die Staatskorporation ist an der maximalen Transparenz in Bezug auf die Auswahl der Auftragnehmer für den Bau der olympischen Objekte interessiert; bei vielen Auftragnehmer geht es bereits um ausländische Firmen. Im Lauf des Projektes werden wir die internationalen Erfahrungen und das modernste Know-how einsetzten, um die einzigartigen Objekte der Olympischen Winterspiele in Sochi 2014 zu errichten“, führte Bollojew aus.

 

Aktuelle Ausschreibungen (Tenders).

Los Nr. 24-SN: Anschaffung der Computerausrüstung sowie Software für die „GK Olympstroi“. 

Die Staatskorporation„GK Olympstroi“ für den Bau der olympischen Objekte und die Entwicklung der Stadt Sochi als alpiner Kurort gibt die offene Ausschreibung für die Anschaffung der Computerausrüstung und Software für die „GK Olympstroi“ bekannt.

Tender-Organisator«GK Olympstroi», RU-117420, Moskau, ul. Nametkina, d.. 12,
Tel./Fax: +7 499 799 86 00
www.sc-olympstroy.ru
Bewerbungsunterlagenanzufordern bei der Tender-Organisation
Einreichen der Unterlagen bis17.09.09
KontaktpersonJuri Chwostunkov, Tel./Fax: +7 499 799 86 00
News.

Putin kürzt das Budget der „GK Olympstroi“.


 

Das staatliche Bauprogramm für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi wird deutlich zusammengestrichen. Die Staatskorporation „GK Olympstroi“, verantwortlich für die Olympiabauten, bekommt 30 Prozent weniger Geld. Ein entsprechendes Dokument hat Regierungschef Wladimir Putin am 31. Juli 2009 unterzeichnet, teilte die russische überregionale Zeitung „Wedomosti“ mit. Statt 242 Milliarden Rubel (ca. 5,5 Mrd. Euro) werden nur noch 171 Milliarden Rubel (3,9 Mrd. Euro) überwiesen.

Den Grossteil des Olympia-Etat will die Regierung bereits in diesem Jahr einsparen: statt 1,6 Mrd. Euro, die für „Olympstroi“ vorgesehen waren, will der Kreml nun 800 Mio. Euro freigeben. Die Finanzierung der „GK Olympstroi“ für die Jahre 2011-2014 bleibt bisher unverändert.

Begründet wird die Kürzung dadurch, dass private Investoren beim Bau einiger Olympia-Objekte einspringen. So werden zum Beispiel ein Eishockeystadion, eine Curling-Eishalle sowie eine Eislaufhalle in Sochi nicht mehr von der „Olympstroi“ gebaut.

Der Leiter des Lenkungsausschusses Sochi-2014, Dmitri Tschernyschenko, teilte seinerseits mit, dass bis zum 1. Oktober drei weitere Investoren bekannt würden, die die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele unterstützen sollen. Bislang haben die Ölfirma „Rosneft“, der Mobilfunkanbieter „Megafon“, der Telekom-Anbieter „Rostelekom“ sowie die Staatsbank „Sberbank“ Investitionsverträge abgeschlossen, die ihrem Ausmass nach beispiellos in der Geschichte der Olympia-Bewegung seien, sagte Tschernyschenko.

 

Kontaktadressen
Switzerland
Osec
Marc Buser, Senior Consultant
Phone direct +41 44 365 52 91
Mobile +41 79 638 16 85
Fax +41 44 365 20 53
Swiss Business Hub Russia
Embassy of Switzerland
Elena Groshkova, Project Manager
Phone direct +7 495 225 88 41
Fax +7 495 225 88 42
mbuser@osec.chelena.groshkova@eda.admin.ch
www.osec.chwww.eda.admin.ch/moscow
Links.

Information about the main Olympic sport facilities
http://www.sc-olympstroy.ru/en/olympic_sport_facilities/  

 
Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2010
Osec
Stampfenbachstrasse 85, Postfach 2407, CH-8021 Zürich