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Investitionen

Russland: Milliardeninvestitionen für die Modernisierung des Gesundheitswesens

Russland will bis 2012 rund EUR 12 Mrd. in die Modernisierung seines Gesundheitswesens investieren. Im Fokus steht dabei die Sanierung der Krankenhäuser und Polikliniken, von denen sich rund ein Drittel in lamentablem Zustand befindet.

Für die Sanierungsarbeiten sowie den Einkauf von Medizintechnik veranschlagt die russische Regierung knapp EUR 8 Mrd. Bei der qualitativen Optimierung der medizinischen Versorgung (Personalkosten/höhere Löhne, Arzneimittel, Verbrauchsmaterial, diagnostische Ausrüstung, Nahrungsmittel für Patienten) wird mit einem Investitionsaufwand von EUR 3,5 Mrd. gerechnet.

Finanziert wird das Reformprojekt durch eine Erhöhung der Beiträge für die Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung von 26% auf 34%, die am 1. Januar 2011 in Kraft treten soll.

Rianovosti: “Putin says Russia needs major health care reform, pledges initial investment of over $10 bln”

The St. Petersburg Times: “Putin Promises $16 Billion for Healthcare”

Mitteilung Expat Consult: Sozialabgaben ersetzen ab 2010 einheitliche Sozialsteuer (Erhöhung der Sozialabgaben ab 1. Januar 2011) 

3.6.2010 / mer

Russland plant eigenes Silicon Valley

Russland hat den Bau eines grosszügig angelegten Zentrums für die Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung von High-Tech-Produkten angekündigt.

Zum Vorbild für den in Skolkovo bei Moskau geplanten Hub für neue Technologien haben sich die Planer das kalifornische Silicon Valley genommen. Das Projekt ist Teil der von Präsident Medwedew lancierten Modernisierungsinitiative.

Vor Ort sollen vor allem Filialen und Forschungseinrichtungen von führenden russischen Universitäten und Technologie-Unternehmen sowie von ausländischen Konzernen angesiedelt werden.

Folgende Bereiche stehen dabei im Fokus:

• Energie
• Informationstechnologie
• Kommunikation
• Biomedizin
• Nukleartechnologie.

Mit dem Bau der „Stadt der Innovationen“ soll in der zweiten Hälfte 2011 begonnen werden (geschätzte Baudauer: fünf bis sieben Jahre). Zum Leiter einer noch zu gründenden Verwaltungsgesellschaft, die für den Businessplan und die Finanzierung des Projekts verantwortlich zeichnet, wurde der auch in der Schweiz bestens bekannte Unternehmer Viktor Wekselberg ernannt.

RIA Novosti: “Russia to build its own 'Silicon Valley' near Moscow – Medvedev”

The Moscow News: “Russia plans its own Silicon Valley” 

19.4.2010 / mer

Das russische Baugewerbe im Licht der Wirtschaftskrise

In Russland hat sich der Bauboom im Zuge der globalen Wirtschaftskrise verflüchtigt. Eine Vielzahl in Planung oder gar bereits im Bau befindlicher Projekte sind vor allem aufgrund stark gestiegener Kreditkosten und der finanzielle Schieflage zahlreicher russischer Bauunternehmen auf Eis gelegt worden.

Die Nachfrage im Wohnungsmarkt ist eingebrochen. Insbesondere im obersten Preissegment müssen Investoren mit Abschlägen von bis zu 30% rechnen. Der russische Staat hofft, die mangelnde Nachfrage im Privatsektor über den zusätzlichen Bau von Sozialwohnungen wenigstens teilweise wettmachen zu können.

Die Krise bringt allerdings auch gewisse Vorteile mit sich, vorab eine Normalisierung der Preise im vormals überhitzten Bausektor: Aufgrund sinkender Kosten für Personal und Material rechnen sich umsichtig geplante Bauvorhaben besser; Investitionen in Übernahmen, Immobilien und Personal könnten sich ebenfalls lohnen. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich der Konkurrenzkampf im schrumpfenden russischen Bausektor unter den verbliebenen Wettbewerbsteilnehmern verschärfen wird. (bns)

Branchenbericht: „Das russische Baugewerbe im Lichte der Wirtschaftskrise“

12.2.2009/mer

Russland: Gigantisches Investitionsprogramm für die Bahn

Russland will sein nationales Eisenbahnnetz bis 2030 umfassend modernisieren und ausbauen. Dafür sollen Investitionen in der Höhe von umgerechnet EUR 400 Mrd. getätigt werden.

Geplant sind unter anderem:

• Zukauf von 1 Mio. Güterwaggons und 20'000 Lokomotiven

• Erweiterung des bestehenden Eisenbahnnetzes (85'000 Kilometer) um insgesamt 20'000 Kilometer (vor allem im Nordwesten/Ostsee/Murmansk, in den nördlichen Regionen des Urals und im fernen Osten des Landes/Wladiwostok/Pazifikhäfen):u.a. Bau einer neuen Eisenbahnlinie („Sewsib“) in Nordsibirien (von Surgut nach Lensk), neue Bahnverbindungen zwischen Jakutsk und Mugandan sowie vom Ural nach Murmansk und Archangelsk

• Bau von Höchstgeschwindigkeitsstrecken (insgesamt 1500 Kilometer), zum Beispiel auf der Achse Moskau – St. Petersburg (650 Kilometer)

• Aufbau von Logistikzentren im nahen Ausland

• umfassende Sanierung von rund 10'000 Kilometer Schiene, die eine Erhöhung der Verkehrsgeschwindigkeit und eine Verkürzung der Fahrtzeiten sowohl für den Personen- als auch den Warentransport ermöglichen sollen; bisher sind nur etwa 650 Kilometer Schienenwege entsprechend gerüstet.

Die Projekte für den Ausbau und die Modernisierung des russischen Eisenbahnnetzes orientieren sich an den bereits verabschiedeten Entwicklungskonzepten „Strategie der Entwicklung des Eisenbahnverkehrs der Russischen Föderation bis zum Jahre 2030“ und „Industrieller Ural – polarer Ural“. Die Finanzierung des Investitionsprogramms soll auch von privaten Investoren mitgetragen werden, namentlich bei der bahntechnischen Erschliessung von Rohstofflagern. (pd/bfai)

Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation: „Russland plant 20'000 Kilometer neue Schienenwege“
http://www.hik-russland.de/nachrichten/investition/russland-plant-20.000-kilometer-neue-schienenwege-200709113052.html

Investitionsschutzabkommen Schweiz - Russland

Zwischen der Schweiz und Russland besteht seit dem 26. August 1991 ein Investitionsschutzabkommen (ISA) zum Schutz und zur Förderung gegenseitiger Investitionen. Eine Übersicht weiterer Investitionsschutzabkommen finden Sie auf der Website des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco).

Bestellungen direkt bei: Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL)

Wie investiert man in St. Petersburg?

Das 100 Seiten starke Handbuch „Wie investiert man in Sankt Petersburg“ orientiert unter anderem über:

  • rechtliche Regulierung der Investitionstätigkeit
  • steuerliche Unterstützung von Investitionen
  • Verfahrensordnung bei Investitionen
  • Besteuerungssystem in St. Petersburg
  • neue Mechanismen zur Realisierung von Investitionsvorhaben im Rahmen staatlich-privater Partnerschaften
  • Vergünstigungen für Investoren in Sonderwirtschaftszonen
  • Investitionsprojekte und -programme in St. Petersburg
  • Informationen über Immobilienwerte in St. Petersburg
  • Informationen über Anschlussgebühren an technische Versorgungsnetze. (bns/pd) 


Kontakt: Marc Buser

 
Zuletzt aktualisiert am: 03.06.2010
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