Vor der Renaissance war der Begriff des Risikos in der westlichen Gesellschaft unbekannt. Denn bis im Mittelalter nahmen die Menschen ihr Schicksal mit allem Unbill als gottgegeben hin. Den Ursprung hat das Wort im frühitalienischen "risicare" (etwas wagen).
Unternehmerisches Risiko steht heute für die Gefahr, dass ein Ziel wegen nicht beachteten oder falsch eingeschätzten Störfaktoren nicht erreicht wird. Theoretisch kann die Abweichung vom Zielwert auch positiv sein. Allerdings wird das Wort Risiko von der Gesellschaft als negativ wahrgenommen und entsprechend in der Praxis so verwendet.
Risikomanagement umfasst alle Tätigkeiten, Prozesse, Strukturen und Instrumente zur Bewältigung von Risiken in einem Unternehmen.
KMU-spezifische Risiken
Gegenüber Grosskonzernen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von spezifischen Risiken bedroht. Zum einen haben KMU eine kleinere Marktmacht auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten. Entsprechend ist die Gefahr schlechter Preiskonditionen gross. Zum anderen ist bei kleinen exportierenden Unternehmen der politische Einfluss in den relevanten Märkten klein.
Grosskonzerne sind zudem global organisiert und entsprechend meist mit hoch dotierten Abteilungen für Diversity-Management ausgestattet. Für KMU sind dagegen – trotz Weltsprache Englisch – Mentalitäts- und Sprachbarrieren in den anvisierten Zielmärkten eine ernsthafte Gefahr für den Geschäftserfolg.
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