Russland: Steuererhöhung für Unternehmen
In Russland scheinen die Tage der Tiefsteuerpolitik gezählt. Die Löcher in der Staatskasse lassen keine weiteren Steuersenkungen mehr zu. Im Gegenteil. Ab Januar 2011 müssen die Unternehmen tiefer in die Taschen greifen: Die so genannte „Einheitliche Sozialsteuer“ (Sozialabgaben auf Lohnzahlungen) steigen auf Jahresbeginn von 26% auf 34%. Mit den zusätzlichen Steuereinnahmen – umgerechnet geschätzte EUR 19 Mrd. – sollen die Löcher in der Rentenkasse gestopft und das Gesundheitswesen ausgebaut werden.
Auch die Ölkonzerne werden zur Kasse gebeten. 2012 soll die Steuer auf die Förderung von Rohstoffen von derzeit umgerechnet EUR 10,2 pro Tonne Erdöl auf EUR 10,9 angehoben werden. 2013 ist eine weitere Er-höhung auf EUR 11,4 geplant. Bei der Förderung von Erdgas steigt die Ab-gabe bereits ab nächstem Jahr um 61% auf EUR 5,8 pro 1000 Kubikmeter, 2012 soll sie auf EUR 6,1, 2013 auf EUR 6,5 erhöht werden.
Eine deutliche Erhöhung ist auch bei den Verbrauchssteuern für Tabak, Alkohol und Treibstoffe geplant. Der russische Fiskus rechnet dabei mit Mehreinnahmen von rund EUR 7,3 Mrd., die zum grössten Teil in den Strassenbau fliessen sollen.
Derzeit in Planung befindet sich eine Immobiliensteuer, die die derzeitige Boden- und Vermögenssteuer ersetzen und sich nach dem aktuellen Wert der Immobilie richten soll.
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