EFTA: Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Russland
Die EFTA-Staaten (Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen) und die Mitgliedstaaten der Zollunion Russland-Belarus-Kasachstan haben am 23. November 2011 eine gemeinsame Erklärung zur Aufnahme formeller Ver-handlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen unterzeichnet.
Bei den Verhandlungen, die im Januar 2011 aufgenommen werden sollen, stehen laut Mitteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements folgende Themen auf der Traktandenliste: Bestimmungen über den Waren-verkehr, den Dienstleistungshandel und Investitionen, Handelserleichterun-gen, Wettbewerbsregeln, der Schutz von geistigem Eigentum und das öffentliche Beschaffungswesen.
Das EVD erhofft sich von einem Freihandelsabkommen mit der Zollunion bessere Rahmenbedingungen und mehr Wettbewerbsfähigkeit für die Schweizer Wirtschaft in Russland, Belarus und Kasachstan. Allesamt Märkte mit einem hohen Wachstumspotenzial und in ihrer Gesamtheit be-reits heute von grosser Bedeutung für den Aussenhandel der Schweiz und der übrigen EFTA-Staaten.
Zusammen bilden Russland, Belarus und Kasachstan ausserhalb der EU den weltweit fünftwichtigsten Absatzmarkt der EFTA. Die Schweiz liefert da-bei vor allem Chemikalien und pharmazeutische Produkte sowie Maschi-nen- und Elektroapparate. Zudem erfreut sich vorab Russland als Zielland für Schweizer Direktinvestitionen wachsender Beliebtheit.
Als Zulieferer, insbesondere von fossilen Energieträgern, Edelmetallen und Chemikalien, sind Russland, Belarus und Kasachstan für die EFTA-Staaten ebenfalls von vitaler Bedeutung.
Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: „Die EFTA lanciert neue Freihandelsverhandlung“
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=36353
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