Wirtschaftswachstum in den G7-Staaten: Note ungenügend

Das Wirtschaftswachstum in den G7-Staaten, den sieben weltweit führenden Industrieländern, hat sich seit Mitte 2010 von Quartal zu Quartal kontinuierlich abgeschwächt. Auch für die letzten drei Monate im laufenden Jahr ist gemäss Wirtschaftsausblick der OECD keine Trendwende zu erwarten. Für 2012 sehen die Prognosen wieder etwas besser aus.

Im vierten Quartal des Jahres 2011 dürfen die G7-Staaten mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 0,2% rechnen. In Deutschland droht gemäss den Auguren der OECDInternationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der 30 meist stark industrialisierte Länder - darunter die Schweiz - angehören. Die OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) ist die Nachfolgeorganisation der 1948 gegründeten OEEC (Organization for European Economic Cooperation), die ursprünglich für das zerstörte Europa nach dem Krieg zuständig sein sollte und u.a. der Verwendung und Verteilung der Mittel aus dem Marshallplan durchzuführen hatte.

Die Ziele der OECD sind: (1) die Förderung nachhaltigen Wirtschaftswachstums; (2) höhere Beschäftigung; (3) Steigerung des Lebensstandards; (4) Sicherung finanzieller Stabilität; (5)Unterstützung der Entwicklung anderer Länder; (6) Beitrag zum Wachstum des Welthandels. Jenseits ihrer Mitglieder teilt die Organisation ihre Expertise mit über 100 Ländern und Volkswirtschaften. Während des gesamten Jahres finden Treffen statt, auf denen Massnahmen ausgearbeitet und Ideen ausgetauscht werden. Im Jahr 2007 hat die OECD Beitrittsverhandlungen mit Chile, Estland, Russland und Slowenien aufgenommen. Das Budget der OECD beträgt 320 Millionen Euro (2009).

Im Bereich Steuern und Steuerpolitik hilft die OECD den Mitgliedsländern, ihre Steuersysteme an die Bedingungen der globalisierten Wirtschaft anzupassen. Zur Koordination der grenzüberschreitenden Besteuerung hat OECD das so genannte OECD-Musterabkommen zur Verhinderung der Doppelbesteuerung ausgearbeitet.

Das Entscheidungsgremium der OECD ist ihr Rat, der sich aus Vertretern aller Mitgliedstaaten zusammensetzt. Der Rat wählt den aus 14 Mitgliedern bestehenden Exekutivausschuss und richtet untergeordnete Fachausschüsse ein, die sich mit allen staatlichen Handlungsbereichen mit Ausnahme von Krieg, Religion und Sport befassen. Der Generalsekretär steht dem Verwaltungsbereich vor. Der Sitz der OECD ist Paris.
gar ein Minuswachstum von 1,4%. Japans Wirtschaft tritt nach einem Zwischenhoch im dritten Quartal erneut vor Ort (0,0%).

Im Vergleich zum dritten Quartal (Schätzwerte) zulegen werden vermutlich nur Italien (um 0,2 Prozentpunkte auf 0,1%) und Kanada (um 0,9 Prozentpunkte auf 1,9%). Damit löst Kanada gleich auch Deutschland als wachstumsstärksten G7-Staat ab.

Die USA und Frankreich haben ebenfalls spürbare Wachstumseinbussen zu befürchten. In beiden Ländern sinkt der BIP-Zuwachs auf magere 0,4%. Noch etwas schlechter steht Grossbritannien da (+0,3%).

Positiver sehen die Wachstumsperspektiven für 2012 aus. Zumindest aus der Optik der jeweiligen Länder.

So rechnet die deutsche Bundesregierung im nächsten Jahr mit einem BIP-Zuwachs von knapp 2%. Auch in den USA sieht man für 2012 nicht ganz so schwarz. Goldman Sachs erwartet ein Wachstum von 1,5%. Noch optimistischer ist Japan, das sich vor allem mit Blick auf die Wiederaufbauarbeiten nach der Erdbebenkatastrophe im März 2011 einen neuerlichen Aufschwung der nationalen Wirtschaft  erhofft (+2,5%).

Wenn es nach den British Chambers of Commerce geht, sollte auch die Wirtschaft im United Kingdom nächstes Jahr wieder besser in Fahrt kommen. Weniger Zuversicht herrscht in Italien (+0,5%). In Frankreich wird mit einem Plus von 1,4% oder 1,75% gerechnet. In Kanada mit +2,5%.

 

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