Weniger Feinstaub in China

Innovatives Fehraltorfer Cleantech-Unternehmen strebt ein Joint Venture in China an.
Die Kooperation mit einem grossen Bus- und LKW-Hersteller hat bereits begonnen.

Mit ihren Dieselfilterpartikelsystemen generiert Baumot 90 % des Umsatzes im Ausland.
Die wichtigsten Märkte sind die USA, Deutschland, Italien und seit 2009 Dänemark, wo
die Luftreinhalteverordnung letztes Jahr angepasst wurde. Ebenfalls im letzten Sommer
wurden die Fehraltorfer von einem deutschen Berater kontaktiert, der einen neuen
Partikelfilter-Lieferanten für den zweitgrössten chinesischen Bus- und LKW-Hersteller
suchte. In einem mehrmonatigen Pitch erhielt das Zürcher Oberländer Familienunternehmen,
das US-amerikanische Investoren als Mehrheitsaktionäre hat, den Zuschlag.
Doch der Reihe nach: Für eine seriöse Chancen-Risiken- sowie eine saubere Lieferanten-
Analyse zog man die Osec bei, wobei der das Mandat koordinierende Swiss Business
Hub in Peking für rechtliche und technologische Fragen mit einem externen Experten arbeitete.
Aufgrund der Osec-Arbeit wurde im Herbst ein «Letter of Intent» unterschrieben. Der Swiss Business Hub in China organisierte anschliessend für Roger
Kavena eine Reise nach China, wo in einem Testprojekt verschiedene Nachrüstverfahren
abgeklärt wurden. Wegen der miserablen Dieselqualität in China ist das Projekt
gemäss Kavena eine besonders grosse Herausforderung. Die zweite und im Grunde
favorisierte Option ist nun die Gründung eines Joint Ventures mit dem chinesischen
Fahrzeughersteller unter dem Namen Baumot. Die neue Firma in China hätte nicht
nur zum Ziel, als Erstausrüster zum Zug zu kommen, sondern als Produzent mit
eigener Forschung und Entwicklung insgesamt den chinesischen und indischen Markt
für Dieselpartikelfilter ins Visier zu nehmen.
 

Diesel ist in China quasi Rohöl, die Qualität
zweihundertmal schlechter als bei uns. Wir
hoffen, dass der Staat dies bald korrigiert.

Roger Kavena, Baumot

Unterlagen zum Download 

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