Sechs indische Metropolen im Porträt

Die indische Wirtschaft ist im Wesentlichen auf sechs urbane Grossräume konzentriert: Mumbai, Delhi, Kolkata, Bangalore, Chennai und Hyderabad. Deren wirtschaftliche Kompetenzen und Potenziale werden in den kostenlos im Internet abrufbaren City Guides von Asia Briefing im Detail analysiert und beschrieben.
Mumbai: Mit geschätzten 12,4 Mio. Einwohnern ist Mumbai die grösste Stadt und das wirtschaftliche Herz Indiens. Das ehemalige Bombay geniesst weltweit hohes Renommee als Finanzzentrum und breit diversifizierter Industrie-Hub von internationalem Rang.
New Delhi/Delhi: New Delhi, ein Stadtteil von Delhi, ist die Hauptstadt Indiens und wirtschaftliches Nervenzentrum der nördlichen Landesteile. Der Grossraum Delhi weist eine stark ausgeprägte Ansiedlung von kleinindustriellen Betrieben (vor allem Produktion von Fernsehern, Automobilkomponenten, Textilien, Software) auf. Über den Delhi-Mumbai Industrial Corridor DMIC ist Delhi wirtschaftlich eng mit Mumbai vernetzt. Delhi gilt auch als Kongresszentrum des Landes.
Kolkata ist das Geschäfts- und Handelszentrum des Nordostens. Aufgrund seiner geografischen Lage präsentiert es sich als ideales Sprungbrett nach dem wachstumsstarken Bangladesh und als Tor nach Südostasien. Das ehemalige Kalkutta zeichnet sich durch einen stark wachsenden IT-Sektor aus und verfügt über eine grosse Vielfalt in der verarbeitenden Industrie. Das Hinterland der Metropole ist zudem reich an natürlichen Ressourcen (Landwirtschaft, insbesondere Teeanbau).
Bangalore ist gemäss dem UN-Development Program der weltweit viertbeste Technologie-Hub und wird deshalb auch gerne als „Silicon Valley of India“ bezeichnet. Auf den Grossraum Bangalore gehen 33% der indischen Software-Exporte.
Chennai gilt berechtigterweise als „The Detroit of India“. 30% der indischen Automobilindustrie und 40% der Autozulieferindustrie sind in Chennai und Umgebung angesiedelt. Zudem ist das ehemalige Madras indischer Hauptsitz zahlreicher internationaler Elektro-Konzerne.
Hyderabad ist mittlerweile leicht scherzhaft, aber durchaus bezeichnend auch als „Cyberabad“ bekannt. Nach Bangalore ist es das zweite „Silicon Valley of India“. Weitere Standbeine sind die Pharmaindustrie und der Tourismus (wird von der New York Times zu den 20 attraktivsten Reisedestinationen der Welt gezählt).
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