Korruption: Auch KMU vermehrt betroffen

Im aktuellen Bestechungszahlerindex von Transparency International erhalten die Schweiz und die Niederlande die besten Noten. Am schlechtesten schneiden Russland und China ab. Auch KMU geraten vermehrt in den Sog von Bestechung und Korruption.

An der Bereitschaft der Unternehmen, im Ausland Bestechungsgelder zu bezahlen, hat sich gegenüber dem Vorjahr weltweit kaum etwas verändert. Eine wesentliche Verbesserung war gemäss Transparency International nicht auszumachen. Auch im Ranking hat sich nur wenig bewegt. Den Unternehmen aus der Schweiz und den Niederlanden wird das beste Zeugnis ausgestellt. Sehr gute Noten erhalten auch die Unternehmen aus Belgien, Deutschland, Japan, Australien und Kanada. Das heisst, sie neigen am wenigsten dazu, sich im Ausland mit Bestechungsgeldern Vorteile zu verschaffen. Am anderen Ende der Rangliste sind die Unternehmen aus Russland, China, Mexiko und Indonesien zu finden.

Besonders korruptionsgefährdet sind Unternehmen aus dem Bausektor, dem Versorgungswesen und dem Immobilienwesen sowie aus den Industriezweigen Petrochemie und Bergbau. Kaum betroffen dagegen Unternehmen aus der Landwirtschaft, der Luftfahrt, dem IT-Sektor, dem Banken- und Finanzwesen sowie der Forstwirtschaft.

Aktuelle Untersuchungen haben zudem ergeben, dass nicht nur Grossunternehmen im Rahmen ihrer Auslandaktivitäten Bestechungsgelder einsetzen, sondern vermehrt auch KMU. Transparency International plädiert daher für spezielle auf KMU zugeschnittene Anti-Korruptions-Massnahmen. Erstmals in die Untersuchungen eingeflossen sind auch Daten zur Häufigkeit von Korruptions- und Bestechungshandlungen in der Privatwirtschaft, also zwischen privaten Akteuren.

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