Japan verstehen, Japan erobern

Japan übt eine starke Faszination aus – als Land, als Kultur, als Exportmarkt. Die japanische Volkswirtschaft belegt im globalen Ranking den dritten Platz, was das BIP angeht, und ist auch als Einstiegsland für den asiatischen Raum bestens geeignet. An der Länderberatung Japan (7. bis 9. November 2011) erhalten Teilnehmer die Gelegenheit, in persönlichen Beratungsgesprächen mehr über die Exportopportunitäten und einen erfolgreichen Markteintritt zu erfahren.
Wo steht Japan heute? Was ist anders in Nippon? Was verbindet Schweizer und Japaner? Wo liegen die Exportpotenziale? Alles Fragen, die exportorientierte Schweizer KMU besonders beschäftigen. Die Antworten sind vielschichtig. Und wer punkto Exportchancen massgeschneiderte Informationen zum eigenen Unternehmen erhalten möchte, meldet sich am besten frühzeitig für ein persönliches Beratungsgespräch im Rahmen der Länderberatung Japan an (Zürich, 7.-9.11.2011).
Anspruchsvolle Märkte
Als drittgrösste Volkswirtschaft der Welt (hinter den USA und China) bietet Japan ein enormes Potenzial. Mit Blick auf Schweizer Exporteure sind besonders die Branchen Medtech, Pharma, Maschinenindustrie sowie vermehrt Cleantech zu nennen. Mittel- und langfristig bietet zum Beispiel der global gesehen zweitgrösste Einzelmarkt für Medizintechnik/Pharma ausgezeichnete Perspektiven. Die Nachfrage wird von der demografischen Entwicklung begünstigt (steigender Anteil an Senioren, weltweit höchste Lebenserwartung).
Mit Me-too-Produkten hat man im japanischen Markt keine Chance. Erfolgversprechend sind hingegen wirklich neuartige Produkte mit einem echten Zusatznutzen. Doch selbst dann muss man den Markt sehr gut verstehen und einen langen Atem beweisen. Kommt hinzu, dass für Japaner Sorgfalt, Qualität sowie Liebe zum Detail, z.B. bei Verpackung und Design, einen hohen Stellenwert besitzen. Mitentscheidend sind Kenntnisse über Zulassungsverfahren, Patentwesen sowie Vertriebsstrukturen.
Nicht zu unterschätzen sind die zahlreichen Verhaltensnormen und ungeschriebenen Gesetze. Die japanische Kultur betont Werte wie Freundlichkeit, Höflichkeit, Zurückhaltung und Rücksichtnahme – Eigenschaften, die man gerade auch Schweizern zuschreibt.
Aufwärtstrend trotz starkem Yen
Vor dem Hintergrund globaler Konjunkturaussichten, die sich in den letzten Monaten merklich verdüstert haben, macht Japan keine schlechte Figur. Zwar schrumpfte die Wirtschaft nach dem Erdbeben, dem Tsunami und der Reaktorkatastrophe zunächst stärker als erwartet. Inzwischen mehren sich aber, wie die NZZ online kürzlich berichtete, die Anzeichen, dass «die Folgen der japanischen Naturkatastrophe überwunden sind und dass sich die Wirtschaft Nippons wieder auf einem Erholungspfad befindet».
Doch wie auch die Schweiz spürt Japan die Effekte der starken Landeswährung. Speziell die Automobilindustrie warnte kürzlich vor der anhaltenden Yen-Stärke, was die Regierung in diesen Tagen dazu bewogen hat, Subventionen für heimische Unternehmen anzukündigen, um Produktionsverlagerungen ins Ausland zu verhindern.
FreihandelsabkommenFreihandelsabkommen erfassen im Regelfall den grenzüberschreitenden Warenverkehr zwischen den Vertragsparteien. Waren, die unter solche Abkommen fallen, kommen in den Genuss von Zollbegünstigungen bzw. Zollbefreiung. Sie müssen allerdings Ursprung in einem der Vertragsstaaten haben, um von dieser präferenziellen Behandlung zu profitieren.
Die Schweiz hat mit verschiedenen Staaten und Staatengruppen Freihandelsabkommen abgeschlossen. Schweiz-Japan thematisiert
Im Zusammenhang mit der Länderberatung findet am 8. November 2011 (ab 16:30 Uhr) eine Informationsveranstaltung zum Thema Freihandelsabkommen Schweiz-Japan statt. Erfahren Sie, was es bis jetzt gebracht hat, wer die Vorteile nutzt und wer vom Abkommen noch profitieren könnte.
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