Indien storniert Liberalisierung des Einzelhandels für ausländische Unternehmen

In Indien ist die im November von der Regierung beschlossene Zulassung von Mehrheitsbeteiligungen durch ausländische Unternehmen im Multi-Brand-Einzelhandel auf Druck der Opposition bis auf Weiteres aufgeschoben worden.
Indien muss bei der Liberalisierung im Multi-Brand-Einzelhandel noch einmal über die Bücher. Zuerst müsse Konsens über den im November gefassten Beschluss herrschen, bevor er in Kraft gesetzt werden könne.
Gemäss Beschluss der Regierung vom November wären ausländische Mehrheitsbeteiligungen im indischen Multi-Brand-Einzelhandel nur unter folgenden Voraussetzungen möglich gewesen:
- Mindestens USD 100 Mio. müssen investiert werden.
- 30% der zum Verkauf angebotenen Waren sind aus der lokalen Kleinindustrie zu beziehen.
- Mehrheitsbeteiligungen sind nur an Unternehmen in Städten mit mehr als 1 Million Einwohnern möglich
- Die Höchstbeteiligung durch ausländische Unternehmen im indischen Multi-Brand-Einzelhandel ist auf 51% beschränkt.
Es ist nicht auszuschliessen, dass diese Bedingungen im Zuge einer Konsensfindung weiter verschärft werden.
Der ebenfalls im November von der Regierung gefasste Beschluss, dass sich ausländische Unternehmen im indischen Single-Brand-Einzelhandel Mehrheitsbeteiligungen bis zu 100% sichern dürfen, blieb unangetastet.
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