Firmen in Russland: Energieeffizienz auf dem Prüfstein
Jetzt machen die russischen Behörden Ernst. Bis spätestens Ende 2012 müssen in Russland ansässige Firmen mit einem hohen Energieverbrauch im Rahmen eines Audits ihre Energiebilanz überprüfen lassen.
Betroffen sind sämtliche Firmen, Betriebsstätten und Niederlassungen, die pro Jahr mindestens RUB 10 Mio. (umgerechnet etwa CHF 290‘000) für Energie ausgeben. Darunter fallen neben den Stromkosten unter anderem auch die Ausgaben für Benzin, Diesel (Fuhrpark) oder Gas.
Die Audits dürfen nur durch Unternehmen vorgenommen werden, die Mitglied in der Berufskammer für Energieaudits sind. Im Rahmen eines Audits werden sämtliche Arbeitsprozesse in der Produktion und in der Verwaltung auf allfällige Energiesparpotenziale hin überprüft. Ein Audit kann je nach Grösse der zu prüfenden Firma zwischen 2 und 14 Monaten dauern.
Nach Abschluss des Audits erhält das überprüfte Unternehmen einen beim russischen Energieministerium registrierten Energiepass, der detailliert aufführt, mit welchen Massnahmen wo wie viel Energie noch eingespart werden könnte.
Im Juni 2011 hat die russische Regierung Vorschriften zur Kontrolle der Einhaltung der im Gesetz über Energieeinsparung und Energieeffizienz verankerten Anforderungen in Kraft gesetzt. Mit den ersten Kontrollen soll ab 2013 begonnen werden.
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