Exportbereite Berner Würste
Die Berner Brühwurst-Spezialistin hat Exportschwerpunkte definiert und, mit Osec-
Unterstützung, erste Massnahmen in Grossbritannien, Japan und Russland ergriffen.
«Die Schweiz wird als Fleischexportland noch immer kaum wahrgenommen», fasst Rolf
Fankhauser, Leiter Export bei der Berner Meinen AG, seine Erfahrungen der letzten Monate
zusammen. Hierzulande ist die Meinen AG bekannt für ihre qualitativ hochstehenden
Fleischspezialitäten – vom Cervelat und der Bratwurst über Delikatess-Aufschnitt bis zu Salami oder der beliebten Berner Platte. Zu den wichtigsten Kunden gehören traditionellerweise der nationale Detailhandel, aber auch mehr als 600 private Metzgereien.
Das Exportgeschäft spielt bislang – abgesehen von einigen wenigen Leistungen in Deutschland und Frankreich – kaum eine Rolle.
Das soll sich mittelfristig ändern, weswegen man im Zusammenhang mit mehreren
Märkten mit der Osec arbeitet. Zurzeit geht es konkret um Russland, Japan und England.
In Russland organisierten der Swiss Business Hub und deren Partner einen Business Trip
sowie Meetings mit möglichen Importeuren, recherchierten aber auch die rechtlichen
Barrieren, die dort noch bestehen.
Für England und für Japan erstellten Osec-Partner wertvolle Marktanalysen und stellten
Kontakte her – in England etwa mit einer Warenhauskette. «Sämtliche Märkte können für
uns interessant werden. In den drei Ländern existiert eine Wurstkultur und es gibt Anknüpfungspunkte.
Gerade England erlebt eine Gegenbewegung in Richtung qualitativ gutes
Essen nach den ganzen Fleischskandalen der letzten Jahre», fasst Fankhauser zusammen.
Für die Meinen AG sind die Export-Projekte mittel- bis langfristiger Natur. «Es geht
nicht zuletzt auch darum, uns auf die Zeit nach den verschiedenen FreihandelsabkommenFreihandelsabkommen erfassen im Regelfall den grenzüberschreitenden Warenverkehr zwischen den Vertragsparteien. Waren, die unter solche Abkommen fallen, kommen in den Genuss von Zollbegünstigungen bzw. Zollbefreiung. Sie müssen allerdings Ursprung in einem der Vertragsstaaten haben, um von dieser präferenziellen Behandlung zu profitieren.
Die Schweiz hat mit verschiedenen Staaten und Staatengruppen Freihandelsabkommen abgeschlossen.
vorzubereiten», sagt Export-Manager Fankhauser.
Unsere Chancen stehen in den verschiedenen
Märkten gut. Es braucht aber viel Geduld und wir
müssen unsere Marke erst aufbauen.
Rolf Fankhauser, Meinen AG
Weitere interessante Artikel
Direkter Zugang zu Expertenwissen
export! jetzt kostenlos abonnieren
Jetzt Osec-Mitglied werden!
Osec Mitgliedschaft: gemeinsam erfolgreich - weltweit.




Anmelden