Die Exportgoldmedaille geht an…?

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Olympische Winterspiele 2014, Fussballweltmeisterschaft 2018 – punkto Sportgrossanlässe wird Russland in den nächsten Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie passen bestens in das Konzept von Russlands übergeordneten Bestrebungen zur Modernisierung der Wirtschaft und der gesamten Infrastruktur. Entsprechend verheissungsvoll sind die Exportchancen, die im Rahmen des Anlasses «Modernisierung Russlands: Sportgrossanlässe – Wie Schweizer KMU profitieren!» präsentiert werden.

Für Münzsammler sind die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi schon Realität: Die russische Zentralbank hat bereits in diesem Jahr ihr Gedenkmünzenprogramm mit ersten Silber- und Goldmünzen gestartet. Goldige Zeiten oder zumindest substantielle Aufträge versprechen sich auch in- und ausländische Unternehmen – und zwar nicht nur im Zusammenhang mit den Sportgrossanlässen, sondern auch in Verbindung mit den ambitiösen Modernisierungszielen der russischen Regierung.

Immense Investitionen
Der übergeordnete Masterplan für die Modernisierung der Russischen Föderation sieht Hunderte Milliarden EuroName der Einheitswährung der Europäischen Union (EU), die allerdings vorerst nur von 17 (momentan) der 27 Mitgliedstaaten genutzt wird. Grossbritannien, Dänemark und Schweden sowie Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Polen, Tschechien und Ungarn halten noch an ihren traditionellen nationalen Währungen fest.

Daneben wird der Euro in einer ganzen Reihe weiterer Länder, wie beispielsweise in nahen Nachbarländern und früheren Kolonien, entweder formal als gesetzliches Zahlungsmittel oder für praktische Zwecke verwendet. So beispielsweise Andorra, Montenegro, Kosovo, San Marino und der Vatikan.

Die Einheitswährung existiert seit dem 1. Januar 1999 als Buchgeld; die Wechselkurse der Währungen der beteiligten Staaten sind seit diesem Datum untereinander und zum Euro fixiert. Seit dem 1. Januar 2002 sind auch Euro-Noten und -Münzen in Umlauf.

Der Euro wurde im Rahmen der so genannten Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) realisiert. An dieser Währungsunion können nur EU-Staaten teilnehmen, die bestimmte Konvergenzkriterien (auch Maastricht-Kriterien genannt) erfüllen. Diese Kriterien enthalten Vorgaben über die Höhe des zulässigen Inflations- und Zinsniveaus, über die Staatsverschuldung sowie über die störungsfreie Teilnahme am Europäischen Währungssystem (EWS; System zur Stabilisierung der Wechselkurse der Währungen der EU-Staaten). Im Rahmen eines Mechanismus zur Koordinierung und Überwachung der nationalen Wirtschaftspolitiken wird die Einhaltung dieser Kriterien periodisch überprüft. Ziel ist es, in den an der WWU beteiligten EU-Staaten eine möglichst hohe Preisniveaustabilität zu gewährleisten. Diesem Ziel ist auch die Europäische Zentralbank verpflichtet, die seit der Einführung des Euro anstelle der nation
an Investitionen vor. Vorrangige Investitionsbereiche sind der Infrastrukturausbau (inkl. Krankenhäuser), die Energiewirtschaft sowie die Pharma- und ICT-Branche. Mit den Riesenbudgets soll die Abhängigkeit von Rohstoffen verringert und die Wirtschaft diversifiziert werden, ein Kurs den besonders Präsident Medwedjew propagiert. Doch für eine breiter abgestützte, innovationsstarke Wirtschaftsstruktur muss der Staat auch Handlungsanreize schaffen und Spielräume schützen. Dazu gehören die Beschränkung der Bürokratie auf ein Minimum, die Bekämpfung der KorruptionKorruption behindert den freien Wettbewerb in zahlreichen Ländern. Abklärungen über einen ausländischen Markt sollten deshalb das Korruptionsrisiko einbeziehen. Die Nicht-Regierungsorganisation Transparency International erstellt regelmässig einen Corruption Perceptions-Index für rund 90 Länder.

Mit Hilfe dieses Index lässt sich das relative Niveau des Korruptionsrisikos im Zielmarkt abschätzen. Der Index integriert 16 Untersuchungen von acht unabhängigen Organisationen und vermittelt damit ein recht gutes Bild. 1999 veröffentlichte Transparency International einen weiteren Index, der Exportländer nach ihrer Neigung zum Anbieten von Bestechungsgeldern einstuft (Bribe Payers Index). Die Schweizer Vertretung im jeweiligen Zielmarkt orientiert Unternehmen auf Anfrage mündlich über ihre Einschätzung zu politischen und anderen Risiken im Zielland.
und der Ausbau der sozialen Infrastruktur.

Im Spurt zur Modernisierung
Einen Modernisierungsschub versprechen gerade auch die Sportgrossanlässe. Allein für die Sportstätten und die Infrastruktur der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, der «Russischen Riviera» am Schwarzen Meer, rechnet man mit einem Investitionsvolumen von USD 34 Mrd.
Mit noch grösserer Kelle wird bei der Fussballweltmeisterschaft 2018 angerührt: Hier geht man von Investitionen in der Höhe von rund USD 50 Mrd. aus. Wer sich die Geografie Russlands, dem flächenmässig grössten Land der Welt, vergegenwärtigt, kriegt ein Gefühl für die Dimensionen, die mit dem World Cup verbunden sind. Die 13 Standorte mit insgesamt 16 Stadien (für die mind. EUR 2,9 Mrd. vorgesehen sind) erstrecken sich von der Exklave Kaliningrad an der Ostsee bis nach Jekatarinenburg am Ural. Erforderlich sind zusätzliche 7'700 km Strassen und 2'000 km an neuen Schienenwegen.

Sportgrossanlässe: jetzt in die Startblöcke!
Die beachtlichen Investitionszahlen liefern den Hintergrund für die Veranstaltung «Modernisierung Russlands: Sportgrossereignisse – Wie Schweizer KMU profitieren!» anlässlich der bilateralen Wirtschaftsgespräche Schweiz – Russland. Am 1. Dezember erfahren Sie aus erster Hand, zum Beispiel von Russlands Sportminister, wie Sie bei den Aufträgen rund um die anstehenden Grossveranstaltungen zu den Gewinnern zählen können. Der Event am Sitz der FIFA in Zürich wird von der Osec gemeinsam mit den Exportplattformen ingenious switzerland und Cleantech Switzerland organisiert. Ihr Know-how, etwa beim energieeffizienten, ökologischen Bauen, ist gefragt. Melden Sie sich jetzt an – und «qualifizieren» Sie sich früher als andere für die Olympischen Winterspiele und die Fussball-WM in Russland…

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