In den USA lockt die Nische

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Mitte November veranstaltet die Osec eine Länderberatung zu den USA und Kanada. Bei der Gelegenheit werden in Einzelgesprächen auch individuelle Fragen besprochen. Einige Fragen allgemeiner Natur konnte «export!» vorab dem Regional Direktor USA, Martin von Walterskirchen, stellen.

Am 14., 16., 17. und 18. November 2011 finden in den Räumlichkeiten der Osec an der Stampfenbachstrasse die «Country Consulting»-Tage zu Nordamerika statt. Kimberley Corradi, Trade Commissioner, Swiss Business Hub Atlanta, und Florian Gabriel, Trade Officer, Swiss Business Hub Canada, sowie Lane Kingstone, Senior Berater der Osec geben aktuelle Informationen zu den besten Exportchancen in den USA und Kanada und dem besten Weg dahin.

«export!» fragte den USA-Kenner  Martin von Walterskirchen nach seiner Beurteilung der Lage. Die fiel eher europakritisch aus: In den nächsten zwei bis drei Jahren werde es den USA tendenziell besser gehen als dem Euro-Raum. Erstens seien die USA die grösste Wirtschaftsmacht. Zweitens gehört es zur Lebenseinstellung des US-Amerikaners, mit Rückschlägen einigermassen locker umzugehen und sich davon rasch zu erholen.

Schweizer US-Chancen in den Nischen
Wichtige Chancen, so von Walterskirchen, ergäben sich für Schweizer Exporteure generell in Nischen. Ein konkretes Beispiel: Für den Ersatz eines kompletten Armaturenbretts in einem Personenwagen müssten etwa USD 4000 aufgewendet werden. Ein Schweizer Unternehmen, welches dem Hersteller einer Komponente kritische Kleinteile mit 0 ppm Fehler liefert, macht trotz Dollarschwäche sehr gute Geschäfte, weil die Top-Qualität der Kleinteile für den Automobilhersteller das Risiko kostspieliger Rückrufaktionen reduziert.

Das Wachstum ist nirgends gross, aber Martin von Walterskirchen sieht in den USA einen ausgeprägtere Wachstumschancen und Kanada als in Europa. Und deshalb sei der Moment günstig, sich in Nordamerika zu positionieren. Das ist nicht immer einfach. Aber hier kann die Osec – und nicht nur an den bevorstehenden Beratungstagen – ihr grosses Wissen über Märkte und Nischen einbringen und auch bei schwierigen Entscheidungen, etwa ob die Expansion in die USA über eigene Niederlassungen oder lokale Distributionspartner erfahren soll, beratend zur Seite stehen. Ein Einzelgespräch ist dabei auf jeden Fall hilfreich. Es dauert rund eine bis anderthalb Stunden. Diese Basisberatung gehört standardmässig zum Service public und ist für Schweizer und Liechtensteiner KMU kostenlos.

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